Ein wahrer Fan kauft sich Tshirts von seiner favorisierten Band, hängt sich Plakate an die Wand. Alles das kann man im Internet erwerben, aber auch am Rande von Konzerten. Was versteht man unter dem Begriff Merchandise?
Dabei geht es um Produkte, die Werbung und den Vertrieb von Fanartikeln oder anderen Markenprodukten, die eine gleiche Botschaft und ein gleiches Logo wie ein bekanntes Markenprodukt transportieren. Im Merchandise wird eine eigene Wortschöpfung realisiert.
Eine Band kann ohne Merchandise heute nicht mehr auskommen. Zahlreiche Kinofilme und Solo-Künstler verdienen über Merchandise heute mehr als durch die erzielten Einspielergebnisse. Sportklubs oder Filme bringen manchmal vor der Filmpremiere oder einer erreichten Meisterschaft durch Erlöse aus Merchandise-Verträgen ihre investierten finanziellen Mittel wieder herein oder machen schon in dieser Phase Gewinne.
Das Produkt (Sportler, Künstler) muss das Objekt einer ausgeprägten Fankultur sein, also entweder ein Kultobjekt oder ein Star. Die Merchandise-Produkte werden dann in den Rang von Fandevotionalien erworben. Der erste Film, der sich mit hohen Merchandise-Einnahmen refinanzierte, war „Star Wars“. Vorher gab es Merchandise nur als Nebeneinkommen.
Vorsicht: Nach dem Ende eines Rockkonzerts, wenn sich für die offiziellen Werbe- und Verkaufsstände der Bands niemand mehr interessiert, stehen dann zumeist Ausländer vor der Konzerthalle und verkaufen gefälschte Plagiate. Kauft euch nicht so einen Quatsch, dann lieber zu Hause T-Shirts bedrucken.